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Sven Kusserow vom OSZ Gesundheit I nimmt an deutschem Pilotprojekt ‚Teachers + Scientists‘ teil

Pionierarbeit: Lehrkräfte und Wissenschaftler aus Berlin bringen aktuelle Forschung ins Klassenzimmer

(Berlin, 09.09.2015) Aktuelle Forschungsthemen dürfen auf dem Lehrplan für naturwissenschaftliche Fächer nicht fehlen. Das findet auch Sven Kusserow vom Oberstufenzentrum Gesundheit I. Zusammen mit fünf weiteren Lehrkräften aus Berlin und vier Forschern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) beteiligt er sich an dem bundesweit einmaligen Pilotmodell ‚Teachers + Scientists. Das 2014 von Science on Stage in Kooperation mit der Stiftung Jugend forscht e. V. initiierte Projekt fördert langfristige Kooperationen von Lehrkräften und Wissenschaftlern. Das Ziel: Lehrkräfte werden an Forschungsprozessen beteiligt und bringen damit die Wissenschaft ins Klassenzimmer.

 

Mehr als eine Fortbildung: Frischzellenkur für einen zeitgemäßen Unterricht

Während es für interessierte Schüler viele Möglichkeiten gibt, sich mit der Wissenschaft zu vernetzen, fehlen entsprechende Angebote für Lehrkräfte. Das wollen die Berliner Lehrkräfte zusammen mit einem Forscherteam des MDC unter Leitung von Dr. Luiza Bengtsson nun ändern: „Die Möglichkeit an aktueller Forschung mitzuwirken ist einmalig. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, unser  Fachwissen auf diese Weise erweitern zu können“, so Kusserow.

Im Rahmen der Initiative ‚Teachers + Scientists‘ haben sie ein Projekt zum Thema Ernährung und Gesundheit ins Leben gerufen. Bei diesem werden Lehrkräfte der Biologie oder Chemie an der Forschung zu Zivilisationskrankheiten beteiligt: Geplant sind dabei auch eigene Untersuchungen zu Fallbeispielen mit anschließender Auswertung und Ergebnisanalyse. In die Prozessabläufe sollen schließlich auch die Schüler eingebunden und so mit dem Gebiet der epidemologischen Forschung vertraut gemacht werden.

 

Ein Gewinn für alle Seiten: Dialog statt Elfenbeinturm

Mit dem Modellprojekt ‚Teachers + Scientists‘ möchten Science on Stage und die Stiftung Jugend forscht e. V. sowohl Lehrkräften als auch Wissenschaftlern neue Wege des Dialoges aufzeigen. Während Lehrkräfte bei der langfristig angelegten Projektarbeit mitforschen und dadurch ihr Fachwissen erweitern, erhalten Forscher neue Anregungen zur Wissenschaftskommunikation. Davon profitieren vor allem die Schüler, denen für die Lehrinhalte praktische wie spannende Bezüge gezeigt werden können. Neben Berlin beteiligen sich bisher mit Aachen, Bielefeld und Osnabrück drei weitere Forschungstandems an dem Projekt. Damit das Modell auch an anderen Standorten Schule macht, erarbeiten die Kooperationspartner bis 2017 einen Leitfaden, der Lehrkräfte und Wissenschaftsinstitutionen bei der gemeinsamen Durchführung unterstützt.

Das nächste überregionale Arbeitstreffen von Teachers + Scientists findet vom 25. bis 26. September in Aachen statt.

 

Die Regionalkooperation in Berlin – Gesundheit und Ernährung:

OSZ Gesundheit I Berlin, Sven Kusserow, Andreas-Gymnasium Berlin, Thomas Lundschien, Robert-Havemann-Gymnasium, Helga Fenz, Georg-Büchner-Gymnasium Berlin, Katrin Bertram, Stefanie Liebelt und Dr. Svenia Podlowski  sowie Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), Dr. Luiza Bengtsson, Prof. Tobias Pischon, Dr. Astrid Steinbrecher und Dr. Katharina Nimptsch: Wie beeinflussen Bewegung und Ernährung unsere Gesundheit? Diese Frage wird im Zeitalter der Zivilisationskrankheiten immer wichtiger – auch als Thema im Klassenzimmer. Sechs Berliner Lehrkräfte forschen zusammen mit Wissenschaftlern des MDC zum Bereich Epidemiologie und fördern damit das Thema Gesundheit als Lehrinhalt an den Schulen.